Im künstlichen Wassereinzugsgebiet Hühnerwasser analysieren Forscher des Transregio 38 hydrologische Prozesse und Strukturen in einer Landschaft, um so Wasserhaushaltsmodelle zu validieren und zu optimieren. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf der Interaktion zwischen Grundwasser und der ungesättigten Bodenzone. Unter welchen Bedingungen bildet sich Grundwasser und wo ist mit Oberflächenabfluss zu rechnen?
Das Einzugsgebiet ist durch eine wasserstauende Tonschicht nach unten hin abgegrenzt und mit einer bis zu drei Meter dicken sandigen Schüttung aufgefüllt. Durch das gestaute Sickerwasser entsteht ein Grundwasserkörper. Bereits nach kurzer Zeit bilden sich erste kleine Bäche, die in einen Teich am tiefsten Punkt des Gebiets münden. Dem Wasser zugesetzte Markierungsstoffe helfen dabei, die Fließwege im Gelände zu erkennen. Die zusätzlich aufgenommenen Daten von Grundwasserständen, Bodenfeuchte und Wasserflüssen werden ausgewertet und mit regelmäßigen Luftaufnahmen von einer Mikrodrohne verglichen.
Gegenstand des Sonderforschungsbereichs / Transregio 38 ist die Frage, welche Strukturen und Prozesse die Entwicklung in einem Ökosystem während der Initialphase steuern und wie sich Art und Intensität dieser Entwicklung … Weiterlesen