Die Bevölkerungsdichte in den Feuchtgebieten Kenias nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich zu. Dadurch verschärft sich die Konkurrenz um die Nutzung der Landschaftsressourcen zwischen Hirten, Kleinbauern und Farmern. Insbesondere die Intensivierung des Bewässerungsfeldbaus am Naivasha-See führt zu zahlreichen Konflikten mit Schnittblumenproduzenten, Kleinbauern und Umweltschützern um die Ressource Wasser.
Der Trockenlegung von Feuchtgebieten für die Subsistenzwirtschaft beziehungsweise den agro-industriellen Bewässerungsfeldbau folgt eine rapide Degradierung dieser Ökosysteme. Die Forschergruppe 1501 untersucht die Dynamik der gekoppelten ökologischen und sozio-kulturellen Prozesse, die eine nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung der Feuchtgebiete erlauben und nicht zu einem Zerfall von artenreichen Lebensräumen führen. Mit Luftbildaufnahmen aus verschiedenen Jahren können Experten nachvollziehen, wie und wann sich die Flächennutzung am Naivasha-See seit den 1980er Jahren verändert hat. Befragungen von Kleinbauern, nomadischen Hirten und Naturschutzbehörden helfen Forschern, die Beweggründe für Veränderungen in der Flächennutzung aufzudecken.
Seit dem Jahr 2009 ist die Forschergruppe 1501 der Universitäten Köln mit neun Teilprojekten wissenschaftlich tätig. Die Untersuchungsbereiche befassen sich mit der Belastbarkeit, dem Zusammenbruch und der … Weiterlesen