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Website zur Wanderausstellung "Land schafft Ressourcen"
Eine Ausstellung der DFG-Senatskommission für
Stoffe und Ressourcen in der Landwirtschaft und des
Instituts für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement
der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Vom 5.4.2014 - 31.12.2014 in Berchtesgaden!

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Gewinner des Green Vision Contest

Wir haben Sie! Hier sind die Gewinner des Green Vision Contest!

Die beeindruckenden Leistungen der Gewinner wurden an der Universität Gießen prämiert.

Erste Reihe, v.l.n.r: Lukas Cioni und Nina Worisch, die 6.Klasse Regionalschule "Anne Frank" vertreten durch Jonas Hallgans, Luca Brandt und Melanie Vonthien

Zweite Reihe: Prodekan Klaus Eder, die Lehrer Andreas Hinkfoth-Pedd und Marlies Audersch, PD Lutz Breuer, Albia Consul, Prof. Hans-Georg Frede

 

1. Platz: Der Ausflug der Tiere

Nachdem die Menschen den Lebensraum der Tiere ausbeuten, rächen sich diese und bedienen sich an übervollen Haushalten– zum blanken Entsetzen des natürlichen Bewohners dieses Lebensraumes: dem Menschen!

„Geschieht ihnen recht, diesen Menschen!“, möchten wir sagen und verbrüdern uns insgeheim mit den Tieren. Damit steht der Stop-Motion-Film „Der Ausflug der Tiere“ in der Tradition unzähliger Trick- und Animationsfilme der letzten Jahre, in denen es immer wieder die Tiere sind, die menschliche Werte vertreten und uns den Spiegel vorhalten.

Auch hier geht das Konzept der klassischen Fabel auf. Man nimmt die Kritik an, da es nicht der Mensch ist, der den Menschen zurechtweist, sondern das Opfer selbst fordert Gerechtigkeit– hier in Gestalt niedlicher Knetgummi-Wesen.

Ein solcher Stop-Motion-Film ist eine große filmische Herausforderung, die viel Disziplin erfordert. Bild für Bild muss neu geknetet und fotografiert werden, wahrscheinlich mehr als 10-mal für eine Sekunde Film.

Eine beeindruckende Leistung für eine 6. Schulklasse, die das in eigener Initiative realisiert hat. Für die Juroren ist er allemal den ersten Platz wert!

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2. Platz: Mother Nature

Das Mütterchen sitzt in der Natur als Teil von ihr und füttert die Tauben. Eine heile Welt – Nehmen und Geben im Gleichgewicht. Doch im Kontakt mit der Menschheit wird die „Mutter Natur“ attackiert und verletzt. Sie wird nicht überleben können.

Ihr Peiniger ist die gesamte Menschheit, die – so erzählt es der Film – die Zerstörung der Natur als alleiniges Ziel im Auge hat, ihr den Krieg erklärt und dafür jedes Mittel rechtfertig – bis hin zur Atombombe.

Es ist klar, worauf der Kurzfilm hinzielt. Der Film ist fantasievoll und filmisch gekonnt gelöst, aber schießt dann ein wenig über das Ziel hinaus und verliert an Seriosität. Der Menschen wird auf ein naturvernichtendes Ungeheuer reduziert – einem Virus, an dem die Natur tödlich erkrankt ist. Der Film bietet wenig Raum für eine weitere Reflexion oder Diskussion.

„Haben SIE ihr nicht schon genug angetan?“. Der Satz am Ende des Films ist ziemlich clever, da er anonym aufgefasst werden kann (sie: diese Menschen), aber auch den direkten Vorwurf beinhaltet (Sie, verehrter Zuschauer!). Hier wird der Zuschauer an seine Verantwortlichkeit erinnert. Eine ziemlich starke, aber wirksame Provokation. Die aufwendige Umsetzung und gute Idee einer Theatergemeinschaft aus Wien bekommt ganz klar den zweiten Platz!

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3. Platz: Party ohne Alles

Ein interessantes filmisches Konzept: Die „Party ohne alles“ verspricht dem Partygast Spaß zu haben, ohne kopfloser Konsument zu sein. Die Drinks sind imaginär, ebenso die Zigaretten und der DJ-Pult. Die Partygänger hinterlassen keine negativen Spuren in der Natur, keine Bierdosen und keine Zigarettenstummel. Gleichzeitig ist in der minimalistisch - futuristischen Inszenierung nicht klar, ob es bereits ein Zukunftsszenario ist. Was wir sehen ist ein Vorausblick: Wird die „Party ohne alles“ vielleicht bald Wirklichkeit? Man fragt sich, resultierend aus unserem heutigen Konsumverhalten, wird uns das Leben „ohne alles“ vielleicht in Zukunft eher aufgezwungen und lässt uns dann keine weitere Wahl treffen?

Die Frage drängt sich dem Zuschauer auf: Wie lange können wir noch wie bisher leben?

Der Film zeigt nicht nur, sondern diskutiert das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcen. Er zeigt uns, wie wir sind und wie wir nicht sind. Das reizt und regt Denkanstöße an. Einzige Logiklücke im Konzept ist die Party selbst - Musik, die zwar vom unsichtbaren Plattenteller kommt, aber hörbar in die schützenswerte Natur plärrt. Das schwächt den Eindruck ein wenig: Die „Party ohne alles“ kann anscheinend auch nicht ohne Elektro-Sound aus der Atom-Strom-Steckdose. Für diese lustige und dennoch klare Aussage gibt es den dritten Platz!

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